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MRZ
2016

UNCOVER Designpreis wird zum ersten Mal vergeben

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Im Rahmen von UNCOVER MANNHEIM lobt die Stadt Mannheim in Kooperation mit dem Designzentrum Rhein-Neckar e.V. und der Kreativregion e.V. zum ersten Mal den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten UNCOVER Designpreis in drei Kategorien aus. Design-Professionals sowie Studierende und Absolventen von Hochschulen sind eingeladen, sich bis 30. April 2016 für die Auszeichnung zu bewerben.

Eingereicht werden können Konzepte, Projekte und Objekte, die nicht älter als drei Jahre sind (Stichtag: 1.3.2013). Alle Einsendungen sollten in Form von Exponaten für eine zu entwickelnde Ausstellung gedacht werden. Ein Gremium aus Experten, Kuratoren und Designkritikern trifft eine Auswahl, die vom 18. Juni bis 10. Juli 2016 im Port25 – Raum für Gegenwartskunst in einer Ausstellung gezeigt wird. Abschließend wird eine Fachjury über die Preisträger entscheiden. Die Preisvergabe findet am 9. Juli 2016 statt. Alle Nominierungen werden in einer Ausstellung auf insgesamt ca. 500 Quadratmeter präsentiert und in einer Publikation präsentiert.

UNCOVER MANNHEIM widmet sich drei Wochen lang dem Thema „Design“ in vielen Facetten. Das neue – alle zwei Jahre stattfindende – Designfest UNCOVER MANNHEIM geht aus der im Jahr 2012 erstmals statt gefundenen FORMSCHAU hervor und besteht im Wesentlichen aus zwei Elementen: Zum einen findet ein Fachkongress für DesignerInnen statt, in dem in Vorträgen, Workshops und Symposien über die zukünftige Entwicklung der Branche diskutiert, Wissen vermittelt und Erfahrung ausgetauscht wird. Zum anderen wird der Öffentlichkeit eine Reihe von Präsentationsformaten gezeigt, in deren Zentrum die Ausstellung UNCOVER FORMSCHAU steht.

Kuratorin der UNCOVER FORMSCHAU ist Stefanie Kleinsorge. „Design ist nicht allein die Gestaltung unserer Umgebung nach ästhetischen oder ökonomischen Kriterien.“ so die Leiterin des Port25 – Raum für Gegenwartskunst. „Es wirkt vielmehr als heterogenes Netzwerk aus Dingen und zwischenmenschlichen Beziehungen, dessen Wirksamkeit oft nicht gesehen wird. Ob in Alltag, Gesellschaft, Politik oder Krisen, Design ist eines der Mittel, von denen wir uns versprechen, auf aktuelle Herausforderungen reagieren zu können.“ Aus dieser Perspektive zeichnet der UNCOVER Designpreis Positionen aus, die unsere Gegenwart kritisch analysieren und das Verständnis von Technologie, Gesellschaft und Gestaltung thematisieren. Der Wettbewerb des ersten UNCOVER Designpreises findet unter dem Stichwort „Gastlichkeit“ statt. „Gerade weil gegenwärtig in Europa auch Ungastlichkeitserfahrungen gemacht werden, erscheint es dringlich, die kulturellen Praktiken der Gastlichkeit in Bezug auf ethische, juristische, soziale, politische und ökonomische Faktoren gestaltend zu reflektieren“, so Frank Zumbruch, Vorstandsmitglied im Designzentrum Rhein-Neckar und Leiter des Kreativwirtschaftszentrums C-HUB. „Dementsprechend sind Einreichungen erwünscht, welche die Prägung sozialer Situationen durch Design widerspiegeln.“ Die Auszeichnung würdigt Strategien und Konstruktionen der Gastlichkeit in Designkonzepten und Alltagsobjekten.
Vom 17. Juni bis 10. Juli 2016 findet zum ersten Mal das Designfest UNCOVER MANNHEIM statt. Neben der FORMSCHAU, die drei Wochen lang im Port25 – Raum für Gegenwartskunst gezeigt wird, bietet UNCOVER einem design-interessierten Publikum in dieser Zeit weitere Ausstellungen, Vorträge und „Special Events“ an unterschiedlichen Orten. Zudem findet vom 17. Juni bis 21. Juni 2016 das UNCOVER FACHFORUM statt, welches sich mit Vorträgen, Symposien und Workshops an professionelle Designerinnen und Designer wendet.

Die DESIGNPREIS JURY besteht u. a. aus Götz Gramlich, (gggrafik, 100 Beste Plakate e.V.), Alex Horisberger (BASF SE Designfabrik), Tido von Oppeln (freier Kurator, Werkbundarchiv – Museum der Dinge) und Prof. Sigmar Willnauer (shelter and roam, HfG Schwäbisch Gmünd).

Das FORMSCHAU AUSWAHLGREMIUM setzt sich zusammen aus Tulga Beyerle (Kunstgewerbemuseum Dresden), Felix Fabian (Fabian Industrie-Design), Alex Horisberger (BASF SE Designfabrik), Stefanie Kleinsorge (Port25 – Raum für Gegenwartskunst), Tido von Oppeln (freier Kurator, Werkbundarchiv – Museum der Dinge), Gina Schöler (Ministerium für Glück) und Frank Zumbruch (C-HUB, Designzentrum Rhein-Neckar, Kreativregion).

An Unterlagen sind Projektbeschreibung und Vorschlag für eine Präsentationsform in einer Ausstellung sowie CV/Portfolio einzureichen. Einsendeschluss ist der 30. April 2016. Einsendungen als PDF per Email an: designpreis@uncover-mannheim.de
Weitere Informationen unter www.uncover-mannheim.de